Schnelles Internet: Warum wird dies für Unternehmen immer wichtiger?

Im Zeitalter der voranschreitenden Digitalisierung gewinnt das Tempo der Datenübertragung immer mehr an Bedeutung, wobei insbesondere die Geschwindigkeit des Internets im Fokus steht. So verlangt die wirtschaftliche Entwicklung, dass große Datenmengen immer schneller versendet werden, sodass langfristig eine Kommunikation in Echtzeit angestrebt werden kann. Damit Unternehmen in Deutschland im internationalen Vergleich hier nicht den Anschluss verlieren, ist unter anderem auch die Bundesregierung gefragt.

 

Warum wird schnelles Internet für Unternehmen in Deutschland immer wichtiger?

Zwar handelt es sich bei der vernetzten Weltwirtschaft à la Industrie 4.0 aktuell noch um eine Zukunftsvision, allerdings spielt die Vernetzung über das Internet schon heute für viele Unternehmen eine wichtige Rolle. Egal ob Onlinehandel oder elektronische Auftragsabwicklung: Grundsätzlich gilt, je schneller die Datenübertragung funktioniert, desto effizienter gestaltet sich auch der Betriebsablauf. Mit der zunehmenden Implementierung digitaler Prozessabläufe steigert sich analog auch die zu übertragende Datenmenge, was dazu führt, die bestehenden Leitungen vergangener Tage immer näher an ihre Kapazitätsgrenze gelangen.

Großraumbüro mit mehreren Computern und DSL-Zugängen

Da die Leitungen nicht mit der Digitalisierung mitwachsen, müssen hier weitreichende Investitionen in die digitale Infrastruktur getätigt werden, damit deutsche Betriebe langfristig wettbewerbsfähig bleiben können. Dass bereits akuter Nachholbedarf besteht zeigt alleine die Tatsache, dass in Deutschland nur rund 38 % aller Unternehmen über einen schnellen Internetanschluss verfügen. Mit diesem Wert befindet sich die Bundesrepublik im europäischen Mittelfeld und liegt weit hinter Ländern wie beispielsweise Dänemark und Schweden.

 

Welche Maßnahmen ergreift die Bundesregierung in diesem Zusammenhang?

Um die vertraglich vereinbarte Datenübertragungsrate von mindestens 30 Mbit/s für Unternehmen langfristig realisieren zu können, hat die Bundesregierung eine Förderung im Umfang von 2,7 Milliarden Euro angekündigt. Ziel des Netzausbaus ist es, in Deutschland bis 2018 flächendeckend schnelles Internet anbieten zu können. Dabei sollen auch ländliche Gebiete abseits der großen Metropolen berücksichtigt werden. Die ersten Fördergelder wurden dabei von Verkehrsminister Dobrindt schon im Dezember 2015 bewilligt. Zu diesem Zeitpunkt erhielten 31 Kommunen Förderbescheide für bis zu 50.000 Euro, wovon vor allem Unternehmen aus dem Mittelstand profitieren sollten. Dass der Netzausbau vorangeht bestätigt auch die Statistik: So konnte die Verfügbarkeit von schnellem Internet zwischen 2015 und 2016 um rund sieben Prozent gesteigert werden.

 

Was ist bei der Auswahl des Providers zu beachten?

Die größte Herausforderung bei der Auswahl eines Internetproviders besteht für Unternehmer wohl darin, nicht auf vermeintlich günstige Angebote hereinzufallen, die am Ende den Erwartungen nicht gerecht werden. So bewerben zum Beispiel diverse DSL-Anbieter ihre Angebote mit dem Slogan "schnelles Internet", allerdings entpuppt sich die Highspeed-Leitung bei genauerem Hinsehen als gewöhnliche DSL-Verbindung. Wer auch in Zukunft von einem aktuellen Verbindungsstandard profitieren möchte, sollte in jedem Fall darauf achten, dass die Übertragungsgeschwindigkeit mindestens 30 Mbit/s beträgt. In der Regel lassen sich solche Geschwindigkeiten nur mit Glasfaser- oder Kabelanschlüssen bzw. VDSL realisieren. Falls die Verfügbarkeit vorhanden ist, sollte immer eine Glasfaserlösung bevorzugt werden, da diese Art der Direktleitung mit einer maximalen Bandbreite von bis zu 10 GBit/s garantiert auch in Zukunft sämtlichen Ansprüchen gerecht wird. Besonders Internetlösungen für Unternehmen sollten schnell und zugleich zuverlässig sein, um keine unnötigen Kosten durch Ausfälle zu erzeugen.

 

Schnelles Internet für Unternehmen im Deutschland im Fazit

Wer sich aktuell über das deutsche Mittelmaß in Bezug auf die Internetverbindung beklagt, kann getrost der Zukunft entgegenschauen, da der Breitbandausbau in der Bundesrepublik aktuell in vollem Tempo voranschreitet. Ob die Regierung das angepeilte Ziel von 2018 wirklich realisieren kann, bleibt allerdings abzuwarten.

 

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